Space Manager von RADical Systems: Die beste Wahl?

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Wir zeigen, was man über Space Manager wissen muss, welche Alternativen es in der DACH-Region gibt, und wie man die beste wählt.

Space Manager von RADical Systems

Wer ein Verwaltungsprogramm für das eigene Self-Storage sucht, findet schnell Space Manager von RADical Systems – der Anbieter ist seit 28 Jahren am Markt und damit am europäischen Markt ein alter Hase.

Wir kennen das Produkt aus Gesprächen mit Self-Storage-Betreibern und unserer eigenen Prüfung für unsere Kunden. Manche Interessenten wollen es nutzen, andere Anwender wollen weg davon.

In diesem Artikel schreiben wir über die wichtigsten Eigenschaften von RADical Systems’ Space Manager. Ob eine Eigenschaft letztendlich ein Vor- oder Nachteil ist, urteilen Sie selbst. Denn was für den einen Anwender ein Vorteil ist, ist für den anderen ein No-Go - ihre Gründe sind so verschieden, wie die Unternehmen, die sie führen.

Alte Software, die vieles kann

Space Manager gibt es schon seit 1992 - damit ist die Software ein Methusalem in der jungen europäischen Self-Storage-Branche. Das Alter hat aber einen großen Vorteil: RADical Systems’ Lösung ist seit jahrzehnten europaweit im Einsatz und hat schon jedes Problem gesehen.

Jüngere Anbieter sind vielleicht moderner, bieten aber weniger Funktionen. Wer Space Manager kauft kann damit rechnen, dass die Software für jeden Geschäftsfall angepasst werden kann - Space Manager ist somit eine gute Lösung für Betreiber, die ihr Self-Storage traditionell betreiben wollen, mit Personal vor Ort und Windows-Programm auf dem PC im Büro.

Komplexe Anwendung, die Schulung braucht

Space Manager wird laufend weiterentwickelt - trotzdem sieht man ihm sein Alter an: Die Buchungssoftware stammt aus einer Ära, in der die Installation am PC der Standard war und die Internetverbindung optional war. In den 90er Jahren wurde Software nicht von Designern gestaltet, sondern von Programmierern – Benutzerfreundlichkeit war damals noch ein Fremdwort.

Durch die vielen Jahre der Weiterentwicklung haben sich in Space Manager viele Features angesammelt. Kombiniert man den großen Funktionsumfang mit geringer Benutzerfreundlichkeit, bekommt man ein komplexes Produkt, mit dem man nicht einfach so starten kann. Space Manager erfordert aufgrund seiner Komplexität eine Schulung - die ist nicht nur teuer, sondern in den Zeiten von COVID auch ein Sicherheitsbedenken.

Schmunzeln mussten wir bei einem Telefonat mit Space Manager. Zusammen mit einem Kunden ließen wir uns die Software demonstrieren. Um sie genauer zu prüfen, baten wir am Ende des Gesprächs den Verkäufer, uns doch einen Demo-Zugang zuzustellen. Die Antwort war bezeichnend: “Das machen wir nicht - ohne Anleitung finden unseren Kunden sich nicht zurecht.”

Internet-Unterstützung kommt langsam

Seit kurzem hat Space Manager eine richtige gute Lösung fürs Tablet parat: Mit einer eigenen App präsentiert der Manager vor Ort dem Kunden die Abteile am Tablet. So kann man durch das Storage spazieren, Abteile präsentieren und zusammen mit dem Kunden sofort buchen.

Diese Funktion ist modern, und genau das, wonach viele traditionelle Self-Storage-Betreiber fragen: Langsame, schrittweise Verbesserung, ohne radikal die ganze Software ins Internet zu stellen. Das heißt aber auch: Wer eine Cloud-basierte, voll automatisierte Lösung plant, kann bei Space Manager an Grenzen stoßen.

Auch wenn Space Manager technologisch nicht die beste Lösung hat wissen wir aus Gesprächen mit den Anwendern: Space Manager bemüht sich, hat ein offene Ohr für Sonderwünsche zu haben und versucht, innovativen Self-Storage-Betreiber so gut zu helfen, wie es geht.

Marktführer, aber nicht in Deutschland

RADical Systems bezeichnet sein Produkt als Marktführer - europaweit mag das der Fall sein. Da keiner der Hersteller verifizierte Verkaufszahlen teilt, muss man diesen Teil einfach glauben, oder nicht. Was wir aber wissen: In Deutschland führt eine andere Lösung, Store365 von StoreIT.

Spielt das überhaupt eine Rolle? Nach unserer Erfahrung schon: Je stärker und länger ein Anbieter in einem Markt aktiv ist, desto besser unterstützt er die Eigenheiten auf diesem Markt und Eigenheiten bezüglich der Lieferanten, Standards und Gesetze.

Alternative zu Space Manager

Wenn Sie sich nach Alternativen umsehen, dann passen Sie auf: Wir kennen zwar fast 100 Programme zur Verwaltung von Self-Storage, viele davon sind aber aus den USA, die von den Gesetzen bis zur Buchhaltung andere Standards einsetzt und in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht eingesetzt wird.

Im deutschen Sprachraum haben wir viele verschiedene Lösungen gesehen - von Eigenentwicklungen, über angepasste ERP-Systeme oder Immobilienverwaltungssoftware. Die Gründe für den Einsatz sind immer gut und sehr individuell. Folgende Standardlösungen aus dem Self-Storage-Bereich findet man in der DACH-Region immer wieder:

  • U-Store.IT von ALuP: Kleiner Anbieter mit einer 100% Salesforce (und damit Cloud)-basierten Software.
  • Store365 von Store-IT: All-In-One-Lösung aus einem holländischen Software-Haus, beliebt in Deutschland.
  • Self Storage Manager von E-SoftSys: Amerikanisch-indischer Anbieter mit einer Installation bei einem der größten Anbieter in Deutschland.

Welche Wahl ist die richtige?

Wenn unsere Arbeit uns etwas gelehrt hat, dann dass keine zwei Unternehmen dieselbe Software aus denselben Gründen auf exakt die gleiche Art einführen. Eigentlich klar: Unternehmen können dasselbe anbieten, sich ähnlich sein, und trotzdem ist die Kombination aus beteiligten Personen, IT-Systemen und persönlichen Wünschen an das Geschäft so einzigartig, dass die richtige Antwort für ein Unternehmen die falsche für das andere ist.

Wenn Space Manager von RADical Systems ihnen gefällt, vereinbaren Sie unbedingt eine Demo. Lassen Sie sich das Programm zeigen, aber bleiben Sie kritisch. Was hilft: Legen Sie sich vorher eine Checklist an - was wollen Sie, was wollen Sie nicht? Wenn Sie sicher sind, dass die Software alle Probleme löst, dann greifen Sie zu.

Wenn nicht, weiten Sie Ihre Prüfung aus: Werfen Sie einen Blick auf die Alternativen aus der obigen Liste. Das liefert Ihnen zwar keine schnelle Antwort, aber dafür die richtige. Jede Stunde, die Sie jetzt in Recherche und Evaluation investieren, bedeutet später weniger Probleme im Betrieb und keinen Stress mit einer Software, die im nachhinein doch nicht die richtige war.

Wenn Sie es gerne einfach haben, dann kontaktieren Sie uns - wir begleiten Self-Storage-Unternehmer regelmäßig bei der Einführung neuer Systeme und liefern einen klaren Plan, der Sicherheit und Klarheit bringt.

Falls Sie doch lieber selbst anpacken, nutzen Sie unseren Blog: In unserem Ratgeber zu Self-Storage-Software besprechen wir kostengünstige Lösungen, Eigenentwicklungen, und wie man seine ideale Software auswählt. Wenn Sie eine in Ihrem Self-Storage ganz auf Technologie und Automatisierung setzen wollen, starten Sie bei unserem Artikel über Digitale Transformation im Self-Storage und tauchen Sie von dort aus tiefer ab. Viel Spaß!

Über den Autor
Sebastian Kerekes, Consultant & CEO

Sebastian Kerekes ist IT-Berater mit über 15 Jahren Erfahrung in der Umsetzung von IT-Projekten. Als Geschäftsführer von Karibu hilft er Immobilien­unter­nehmen bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienst­leistungen, und hat so Self-Storage-Anlagen, Parkhäuser und Stadtquartiere erfolgreich digitalisiert.